|
Unsere " Lilly "
Teil 1
Hallo Karsten,
wir sind es: Hans und Karin aus Groß Mackenstedt.
Das Anliegen was wir haben, machen wir auf diesem Weg schriftlich, weil es über das Telefon kurzfristig nicht ausdiskutiert werden kann.
Nach dem letzten Freitag, hat uns Lilly gezeigt (unabhängig davon, dass sie sich aus dem Halsband gelöst hat) wieviel Aggressivität in ihr steckt. Bei dem Retriever hat man auch gemerkt, dass sie sich so schnell - wie es sonst war - nicht beruhigen kann, selbst nach ca. 1/2 Stunde war sie ja noch nicht mit ihrem Problem durch !
Am Samstag z.B. war ich mit ihr mit dem Fahrrad unterwegs, wobei ich schon von weiten gesehen haben, das uns ein Mann auf dem Fahrrad mit Hund entgegen kam und ich folglich mich gut vorbereiten konnte. In ca. 3 m Abstand ging sie wieder hoch und ich habe eine Metall-Dose auf die Straße geworfen, wobei sie sich zwar erschrocken hat, aber als die anderen beiden auf gleicher Höhe waren, musste ich die Dose nochmals werfen ! Bei dem Training am Freitag, mit Leine fallen lassen und weggehen, was ja auch nicht so kontinuierlich funktioniert hatte, fiel mir anschließend ein, das ich Dir das schon einmal erzählt hatte, das ich am Anfang als ich mit dem Fahrradfahren angefangen habe, in extremen Situationen auch die Leine habe fallen lassen (sonst wäre ich gestürzt) was ihr die ersten Male gar nicht gefallen hat und sofort wieder zurück kam, aber nach ca. 10 Mal war das auch nicht mehr interessant für sie. Sie machte einfach weiter !
Nun, lieber Karsten, haben wir uns nach tagelanger Überlegung dazu entschieden, dass Du Lilly entweder weiter vermitteln kannst (es gibt vielleicht einen geeigneten Besitzer, der mit der notwendigen Konsequenz und Geduld mit Lilly zurechtkommt), oder wir müssen sie tatsächlich einschläfern lassen.
Wir sehen "Kein Licht am Ende des Tunnels" und sind der Meinung, das wir ihr aggressives Verhalten nicht ändern werden. Lilly ist für uns und unserer Umgebung eine "Tickende Zeitbombe", auf die man sich auch in Zukunft nicht verlassen kann (und auch sollte), sollte sie sich 4 Mal anderen Hunden gegenüber normal verhalten, kann beim 5. Mal alles wieder anders sein.
Wir können und wollen nicht mehr !
Viele Grüße Hans und Karin Wilke aus Groß Mackenstedt am 13. Mai ´09
Unsere " Lilly "
Teil 2
Betreff: "Problemhund"
Lilly Von: "Hans-Hermann und Karin Wilke" ins Adressbuch | zum Chat einladen An: Datum: 02.08.09 16:55:30 Uhr
Hallo Karsten,
wir beziehen uns auf unser Schreiben vom 13.05.2009. Lese es erst noch einmal, damit Du Dich daran erinnerst, wie knapp unsere Entscheidung war (bzgl. abgeben oder einschläfern lassen) !
Nun war Lilly vom 05.06. - 20.06.2009 (16 Tage) bei Dir im Urlaub
Was hast Du mit unserem Hund gemacht ???
Hast Du Deine Hände aufgelegt oder ihr etwas besonders in´s Ohr geflüstert ?
Nachdem Lilly wieder zu Hause war, haben wir sie erst einmal beobachtet um jetzt darüber berichten zu können. Lilly´s Verhalten seit dem Urlaub bei Dir hat sich so grundlegend verändert, das wir dachten, wir haben einen "Neuen Hund"! Selbst Außenstehende haben gesagt, das Lilly viel ruhiger, entspannter und auch einen ganz anderen Ausdruck, von den Augen her gesehen, hat. Wir können bis jetzt noch von keiner negativen Erfahrung berichten!!!
Darum die Frage: Was hast Du mit unserem Hund gemacht ???
Wahrscheinlich kann keiner diese Frage beantworten, aber wir sind so glücklich und zufrieden, das wir uns nicht mehr überlegen müssen, was wir mit unserem "Problem-Hund" machen. Wir glauben nicht nur das Lilly sich auf den nächsten Urlaub bei Dir freut (Anfang September), sondern wir auch (mal sehen was Du dann mit Lilly anstellst?)
Und so verbleiben wir, als endlich glückliche Hundebesitzer eines Problem-Hundes,
mit den herzlichsten Grüßen und sagen bis bald
Hans und Karin Wilke aus Stuhr, Groß Mackenstedt
|